Das Original

Die Fairey Albacore wurde als Ersatz für die Fairey Swordfish als Torpedobomber und Aufklärer entwickelt und flog 1938 zum ersten Mal. Sie war immer noch als Doppeldecker ausgelegt, aber aerodynamisch fortschrittlicher als die Swordfish und hatte ein geschlossenes Cockpit. Sie konnte auch als Sturzkampfbomber verwendet werden. Insgesamt 800 Maschinen wurden gebaut, die von 1940-43 auf den britischen Trägern zum Einsatz kamen, u.a. in der Schlacht von Kap Matapan sowie weitere Einsätze und Nordmeer. Sie wurden ab 1943 durch die Fairey Barracuda ersetzt. Die Albacore selbst wurden an die kanadische Luftwaffe abgegeben, die sie u.a. während der Invasion in der Normandie verwendete.

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Die argentinische Marine kaufte zwei Supermarine Walrus-Flugboote als Bordflugzeuge für den 1939 fertig gestellten Schulkreuzer La Argentina. Dieser verfügte über ein Katapult, aber keinen Hangar, konnte als normalerweise nur ein Flugzeug mitführen. Die Supermarine Walrus war ursprünglich als Seagull Mk V für die australische Marine entworfen worden und flog 1933 zum ersten Mal. Sie wurde in größerer Zahl von der britischen Marine als Walrus beschafft. Argentinien erhielt 1947 acht weitere Maschinen, die zur Erkundung der Antarktis verwendet wurden.

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Der Sturzkampfbomber Curtiss SBC-3 Helldiver geht auf eine Ausschreibung der US Navy von 1931 zurück. Curtiss wurde von der US Navy beauftragt, einen fortschrittlichen Eindecker zu entwerfen, der als Sturzkampfbomber und Aufklärer dienen sollte. Dieser Eindecker, ein Hochdecker, die XS4C-1 (ursprünglich XS4C-1), flog 1933 zum ersten Mal, stürzte aber 1934 bei Tests ab, wofür ein Strukturversagen des Flügels verantwortlich gemacht wurde. Curtiss entwarf darauf einen Doppeldecker, der 1935 zum ersten Mal flog. Dieser wurde von der US Navy bestellt und ab 1937 eingesetzt. Insgesamt wurden 257 Maschinen für die US Navy, das US Marine Corps und die französische Marine gebaut. Einige von letzteren Maschinen endeten bei der britischen Royal Air Force. Die Helldiver war zum Beginn des Zweiten Weltkriegs noch im Einsatz, wurde aber schnell durch die Dauntless ersetzt und nur noch als Schulflugzeug verwendet.

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Das Jagdflugzeug Potez 631C der französischen Marine ist eine Variante der Potez 63, die als Reaktion auf eine Ausschreibung der französischen Luftwaffe von 1934 für einen schweren Jäger entworfen wurde. Die Potez 63 flog 1936 zum ersten Mal und war ab 1938 in Dienst. 1395 Maschinen wurden für die französische Luftwaffe und Marine sowie für Griechenland, Jugoslawien, Rumänien und später die deutsche Luftwaffe gebaut. Neben der Variante als schweres Jagdflugzeug gab es noch Bomber, Aufklärer, Schulflugzeuge sowie zivile Postflugzeuge. Wie andere damalige schwere Jäger war auch die Potez 631 einmotorigen Jagdflugzeugen in Bezug auf Geschwindigkeit und Wendigkeit unterlegen. Die französische Marine setzte diese Potez 631 1940 während der Schlacht um Frankreich ein. Ihre Staffeln AC1 und AC2, später zur F1C fusioniert, wurden u.a. von dem Flughafen Calais-Marck (Calais-Dunkerque) aus eingesetzt und waren wohl die erfolgreichsten Staffeln, die dieses Muster als Jagdflugzeug verwendeten: sie schossen zwölf deutsche Maschinen ab, verloren aber auch acht eigene.

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Das Jagdflugzeug FM-1 Wildcat war eine Variante der Grumman F4F-4 Wildcat, die von 1942-43 von General Motors gebaut wurde. Die US Navy erhielt 909 Maschinen dieser Variante, die Royal Navy 311, die sie als Martlet Mk. V bezeichnete. Die Wildcat ging auf eine Ausschreibung der US Navy von 1935 zurück, der Erstflug war 1937 und die Indiensstellung bei der US Navy 1940. Bis 1945 wurden 7722 Maschinen gebaut, die für die US Navy, das US Marine Corps, die Royal Navy und die kanadische Marine während des Zweiten Weltkriegs flogen. Sie wurde bei der US Navy auf den Flottenträgern ab 1943 durch Grumman F6F Hellcat and Vought F4U Corsair ersetzt, diente aber weiter auf Geleitflugzeugträgern. Nach dem Krieg erhielt auch die griechische Luftwaffe Wildcat.

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Die niederländische Marine (Koninklijke Marine) erhielt ab 1959 zwölf U-Jagd-Hubschrauber des Typs Sikorsky HSS-1N (später SH-34J), die für die Staffel VSQ8 auf dem Flugzeugträger Hr. Ms. Karel Doorman gedacht waren. Die HSS-1N war eine Version der Sikorsky S-58. Die HSS-1N war eine Weiterentwicklung der HSS-1 (SH-34G) Seabat und war besser für Einsätze bei Nacht und schlechten Wetter geeignet. Beide Varianten waren ursprünglich für die US Navy entwickelt worden, dienten aber auch bei anderen Marinen. Für die U-Jagd war ein abseilbarer Sonar und Torpedos vorhanden. Bei der niederländischen Marine dienten die SH-34J bis 1968 auf der Karel Doorman und wurden nach der Außerdienststellung des Trägers bis 1974 weiter verwendet.

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Die Hanriot HD.2 war ein mit Schwimmern ausgerüstetes Jagdflugzeug, dass 1917 für die französische Marine aus der mit Fahrwerk ausgerüsteten HD.1 entwickelt wurde. Die HD.2 wurde speziell als Schimmerflugzeug entworfen, erhielt ein größeres Leitwerk, einen stärkeren Motor und optimierte Tragflächen. Die französische Marine wollte damit ihre Flugbootbasen verteidigen sowie die Flugboote auf ihren Patrouillen geleiten. Die US Navy hatte einen ähnlichen Bedarf, um Flugbootbasen nahe der Frontlinie, wie die in Dunkerque, zu schützen. Deshalb erwarb sie 26 Maschinen des Typs HD.2. Zehn davon wurden nach dem Krieg in die USA gebracht und dienten dort u.a. für Experimente für Starts von Schlachtschiffen aus (Quelle Navsource).

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Die für die US Navy entwickelte Jagdflugzeug Grumman F9F Panther war das erste strahlgetriebene Flugzeug von Grumman. Da die damals in den USA hergestellten Strahltriebwerke nicht leistungsstark genug waren, wurde es um ein den USA in Lizenz gebautes britisches Triebwerk geplant. Die Panther flog 1947 zum ersten Mal und diente ab 1949 bei der US Navy und dem US Marine Corps. Sie wurde im großen Umfang im Koreakrieg als Jäger, Jagdbomber und Aufklärer eingesetzt. Panther schossen insgesamt sieben MiG-15 ab. 1956 wurden die Panther außer Dienst gestellt, bei Reserveeinheiten diente sie noch bis 1958 und in speziellen Rollen noch länger. Ehemalige US Navy-Maschinen wurden 1957 an die argentinischen Marine verkauft, wo sie bis 1969 dienten.

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Die Nakajima A6M2-N (alliierte Codename Rufe) wurde für die Kaiserliche Japanische Marine als Schwimmerflugzeug-Variante der Mitsubishi A6M (Zero) entwickelt. Die Schwimmervariante sollte Landungsoperationen und abgelegene Basen ohne Flugplatz verteidigen. Diese Version flog 1941 zum ersten Mal und wurde 1942 in Dienst gestellt. Insgesamt wurden 327 Maschinen gebaut. Diese kamen u.a. während der Kämpfe um die Salomonen und die Aleuten, später auch zur Verteidigung von Honshu zum Einsatz.

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Die McDonnell F2H-2P Banshee war das erste strahlgetriebene Aufklärungsflugzeug der US Navy und des US Marine Corps. Im Vergleich zur normalen F2H-2 Banshee war die Aufklärervariante mit einem längeren Bug ausgerüstet, in dem sechs Kameras untergebracht waren. Dieser Bereich war geheizt und die Kameras konnten vom Piloten ferngesteuert werden. Die F2H Banshee selbst wurde aus der FH Phantom als Jagdbomber entwickelt und war größer, stärker bewaffnet und hatte mehr Reichweite. Sie erhielt auch eine klimatisierte Druckkabine und einen Schleudersatz und war ein deutlicher Fortschritt gegenüber der Phantom. Sie flog 1948 zum ersten Mal und bis 1953 wurden 895 Maschinen für die US Navy, das US Marine Corps und die kanadische Marine gebaut. Die Aufklärungsvariante wurde sehr erfolgreich verwendet, da sie wegen ihrer hohen Geschwindigkeit schwer abzufangen oder von Flak abzuschießen war. Sie wurde im großen Umfang, insbesondere vom US Marine Corps, im Koreakrieg eingesetzt und diente noch bis 1960.