römisches Mannschaftsboot Typ B

Eines der fünf 1981/82 in Mainz gefundenen Wracks römischer Kriegsschiffe aus dem 4. Jahrhundert unterschied sich deutlich von den anderen vier: Wrack 3. Es war zwar ähnlich lang, aber deutlich breiter. Dieser Typ Mainz B war wahrscheinlich besser unter Segeln, aber schlechter unter Riemen. Es diente wahrscheinlich auch als Patrouillenboot für die Sicherung der römischen Grenze am Rhein. Eventuell war es mit einem Pfeilgeschütz, mit einem Scorpio, bewaffnet. Auf der Basis von Wrack 3 und einem in Rethel gefundenen Modells wurde 1994-97 ein Nachbau erstellt, der im Museum für Antike Schifffahrt des Römisch-Germanische Zentralmuseums in Mainz ausgestellt ist. Ein Nachbau eines Scorpio war früher auf dem Nachbau des Typs B aufgestellt, war aber bei unserem Besuch etwas entfernt zu sehen.

römisches Mannschaftsboot Typ A

1981/82 wurden in bis zu 7,5 m Tiefe unter dem heutigen Straßenniveau beim Ausheben der Baugrube für das Hilton-Hotel fünf Wracks römischer Kriegsschiffe aus dem 4. Jahrhundert gefunden. Diese waren Teil der in Mogontiacum (heute Mainz) stationierten Flotte, die die römische Grenze am Rhein sicherten. Vier der Wracks - 1, 2, 4, und 5 - stammen von schlanken, geruderten Mannschaftsbooten, dem sogenannten Mainzer Typ A. Diese Boote waren um die 20 m lang. Basierend auf Wrack 1 und 5 wurde 1992-94 ein Nachbau eines der römischen Mannschaftsboote gebaut, der im Museum für Antike Schifffahrt des Römisch-Germanische Zentralmuseums in Mainz ausgestellt ist.

Schulschiff Nordwind

Das Schulschiff Nordwind (Y 834) wurde ursprünglich als Kriegsfischkutter 1945 begonnen. Die Kriegsfischkutter (KFK) wurden in großer Zahl gebaut und dienten als Vorpostenboote, Minenräumer und U-Bootjäger. Sie waren so ausgelegt, dass sie auch als Fischkutter verwendet werden konnten. Die Nordwind wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1951 als Segelschulschiff für den Bundesgrenzschutz fertig gestellt. 1956 kam sie zur Bundesmarine und diente für diese bis 2006. Seit 2007 wird sie als Traditionssegler vom Deutschen Marinemuseum betrieben.

Eisbrecher Stettin

2007 wurden beim Bau der U-Bahn unter dem Alten Markt in Köln Reste eines römischen Frachtschiffs aus dem 1. Jahrhundert entdeckt. Gefunden wurde ein Teil des Bodens eines Prahms, der auf dem Rhein eingesetzt wurde. Aufgrund der Breite wird die Länge auf 23 bis 27 Meter geschätzt.

Galionsfigur der Fregatte Sjælland

Auf dem Gelände der Stützpunkte der dänischen Marine in Holmen (Kopenhagen) und Korsør werden eine Reihe von Galionsfiguren dänischer Schiffe aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt. In Holmen kann man die Galionsfiguren des Linienschiffs Dannebrog von 1850, der Fregatte Sjælland von 1858 und der Korvette Dagmar von 1861 sehen. In Korsør kann man die Galionsfiguren des Schaufelraddampfers Slesvig (ex Copenhagen, von 1845) und wahrscheinlich der Korvette Thor von 1851 sehen.

Sloop USS Constellation in Baltimore

Die Sloop USS Constellation war das letzte, 1853-55 für die US Navy gebaute Kriegsschiff, das ausschließlich mit Segeln angetrieben wurde. Sie war eine Weiterentwicklung der sieben Sloops der 1840er und der Fregatte Macedonian, die ab 1847 zu einer Sloop rasiert worden war. Ihre Hauptbewaffnung war im Batteriedeck untergebracht, das Oberdeck war anfangs nicht bestückt, später erhielt sie dort am Bug und Heck je ein Geschütz auf einer Pivot-Lafette. Sie entsprach damit einer Gedeckten Korvette.

Uelvesbüller Wrack

Das Uelvesbüller Wrack, ein niederländischer Frachtsegler aus dem 17. Jahrhundert, wurde 1994 südlich von Husum gefunden. Das Schiff könnte ein sogenanntes Schmalschiff gewesen sein, das im 16. und 17. Jahrhundert in der Binnen- und Küstenfahrt verwendet wurde. Dieses Schiff ist um 1615 gesunken und hatte wahrscheinlich eine Ladung Saathafer an Bord. Die Überreste wurden konserviert und sind seit 1998 im Schiffahrtsmuseum Nordfriesland in Husum ausgestellt. Neben dem Wrack wird auch eine Modellrekonstruktion im Maßstab 1/6,7 ausgestellt.

Langschiff Haithabu 1

Im Wikinger Museum Haithabu bei Schleswig werden auch die Reste des Langsschiffs Haithabu 1 ausgestellt. Haithabu 1 war ein Kriegsschiff, das um 985 gebaut wurde, bei der Zerstörung der Stadt 1050 verbrannt wurde und 1979 ausgegraben wurde. Es war 30,9 m lang, 2,7 m breit und hatte 24-26 Paar Riemen. Es galt lange als das längste erhaltene Wikingerschiff - bis zum Fund von Roskilde 6 1997.

Floß Kon-Tiki

Das Kon-Tiki-Museum in Oslo ist den Schiffen des Experimentalarchäologen Thor Heyerdahl gewidmet: Kon-Tiki und Ra II. Mit dem Floß Kon-Tiki wollte Heyerdahl beweisen, dass die polynesischen Inseln von Südamerika aus besiedelt wurden. Die Konstruktion des Balsafloß beruhte auf Berichten von spanischen Konquistadoren über Boote aus dem Inkareich. 1947 reiste Heyerdahls Expedition von Callao in Peru in 101 Tagen nach Raroia im Tuamotu-Archipel, von wo es über Taihiti nach Oslo gebracht wurde, wo es seither ausgestellt wird. Mit der Ra wollte Heyerdahl beweisen, dass eine Überquerung des Atlantiks mit den Papyrus-Booten der Ägypter möglich wäre. Der erste Versuch 1969 scheiterte, das Boot musste nach einem Sturm in der Karibik aufgegeben werden. Mit der Ra II gelang 1970 die Überquerung des Atlantiks von Safi, Marokko, nach Barbados in 51 Tagen. Ra II ist ebenfalls im Kon-Tiki-Museum ausgestellt. Das Kon-Tiki-Museum liegt auf der Halbinsel Bygdøy in direkter Nachbarschaft des Fram Museums, Wikingerschiffsmuseums und des Maritimen Museums.

Dreimastbark Sigyn

Die Dreimastbark Sigyn wurde 1887 von der Gamla Varvet in Göteborg gebaut und fuhr für schwedische Reeder bis 1927, meist als Frachter über den Atlantik. Danach wurde sie nach Finnland verkauft, wo sie weiter als Frachter fuhr. 1939 wurde sie Finnlands erstes Museumsschiff, in Turku. Seit 1994 gehört sie zum Schifffahrtsmuseum Forum Marinum. Sie liegt seither in einem Schwimmdock und ist regelmäßig in der Werft, um erhalten zu werden. Seit 2018 wird sie von der Ruissalo-Werft repariert und soll 2020 oder 2021 wieder zu besichtigen sein.