Viermastbark Viking

Die Viermastbark Viking wurde 1906-07 von Burmeister & Wain in Kopenhagen als Schulschiff für Offiziere der dänischen Handelsmarine gebaut. Sie ist die größte Viermastbark Skandinaviens und eine der heute noch erhaltenen Viermastbarken. Sie diente bis 1915 als Schulschiff und führte Fahrten nach Südamerika durch, von wo aus sie Guano transportierte. Da während des Ersten Weltkriegs die Zahl der auszubildenden Offiziersanwärter zurückging, wurde die Viking 1915 an die Reederei De Forenede Dampskibs AS verkauft, die das Schiff als Frachter einsetzte. Nach dem Ersten Weltkrieg lag sie zeitweise auf und wurde 1929 an den finnischen Reeder Gustav Erikson verkauft, der eine große Flotte von Segelschiffen für den Transport von Weizen aus Australien betrieb. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Viermastbark aufgelegt, anschließend bis 1948 wieder als Frachter genutzt. Danach wurde die Viking in Antwerpen aufgelegt, bis sie 1951 nach Schweden verkauft wurde. Dort wurde sie zunächst als stationäres Schulschiff betrieben und ist heute Restaurantschiff und Konferenzzentrum.

Nydamboot in Schleswig

Das Nydamboot/Nydambåden ist ein im Nydam-Moor bei Sønderborg im südlichen Jütland gefundenes Schiff aus dem 4. Jahrhundert. Es ist ein Beispiel für eines der Schiffe aus dem nördlichen Europa aus der Zeit vor den Wikingern. Dieses Schiff wurde gerudert, es war kein Mast vorhanden. Wahrscheinlich konnte es sowohl als Kriegsschiff als auch für andere Aufgaben verwendet werden. Der Umstand, dass dieses Schiff zusammen mit zahlreichen Waffen in dem Moor geopfert wurde, deutet darauf hin, dass es als Kriegsschiff verwendet inklusive der Waffen der Besiegten von den Siegern in den Moorsee gebracht wurde. Solche Schiffe wurden wahrscheinlich von den Angelsachsen zur Eroberung Englands verwendet, ein ähnliches Schiff aus dem 6. Jahrhundert wurde in Sutton Hoo, Suffolk, 1939 ausgegraben.

Ladbydragen in Ladby

Das Ladbyschiff ist das einzige in Dänemark erhaltene Schiffsgrab. Um 925 wurde das Schiff bei Lady am Kerteminde Fjord auf Fünen für das Begräbnis eines Wikingerfürsten genutzt und ein Grabhügel darüber errichtet. 1934-36 wurde das Schiff ausgegraben. Ursprünglich als ein Kriegsschiff gebaut, ist das Langschiff wohl für Geschwindigkeit im geruderten Zustand optimiert. Auf dem Achterschiff war ursprünglich der Verstorbene aufgebahrt worden, dessen Überreste wurden allerdings nicht gefunden. Die Grabstätte wurde bereits in der Wikingerzeit geöffnet, es ist aber unklar, ob sie geplündert oder der Verstorbene umgebettet wurde. Im Vorderschiff fanden sich Skelette von Pferden und Hunden, die ein Teil der Grabbeigaben waren.

Segelschulschiff Suomen Joutsen

Das finnische Segelschulschiff Suomen Joutsen wurde ursprünglich 1902 als Frachtsegler Laënnec für die französische Reederei Société Anonyme des Armateurs Nantais gebaut. Sie sollte überwiegend Güter wie Kohle und Salpeter zwischen Europa und Südamerika transportieren. In dieser Funktion fuhr sie bis 1920. 1922-30 fuhr sie als Schulschiff Oldenburg für die deutsche Handelsmarine. 1931-39 fuhr sie als Schulschiff Suomen Joutsen für die finnische Marine. Während des Winterkriegs und des Zweiten Weltkriegs diente sie als U-Boot-Tender. Nach dem Krieg diente sie als Wohnschiff, 1961-91 als stationäre Schulhulk für die Ausbildung finnischer Seeleute. Ab 1991 ist sie Museumsschiff in Turku als Teil des Forum Marinum.

L'Hermione im Bau

Die französische Fregatte L'Hermione wurde 1997-2014 in Rochefort gebaut (siehe auch diese Fotogalerie). Sie ist ein Nachbau der 1777-79 gebauten Fregatte der Concorde-Klasse. Hier zeigen wir Fotos, die während des Baus gemacht wurden.

Fregatte Hermione

Die französische Fregatte L'Hermione ist ein 1997-2014 erstellter Nachbau der Fregatte von 1779. Das Schiff von 1779 war eines von drei Schiffen der 1777-79 gebauten Concorde-Klasse, einer Klasse von 12-Pfünder-Fregatten, die von Henri Chevillard entworfen und gebaut wurde. Die L'Hermione von 1779 diente unter dem Kommando des späteren Vizeadmirals Latouche-Tréville im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

Mittelalterliches Frachtschiff Ellingåskib

Das Ellingåskib ist ein erstmals 1922 gefundenes Handelsschiff aus dem frühen Mittelalter. Es wurde 1163 gebaut und weist Ähnlichkeiten mit anderen ähnlichen kleinen Schiffen für den küstennahen Frachtverkehr aus der Epoche auf. Es ist eine Weiterentwicklung der Schiffen aus der Wikingerzeit, hat aber Besonderheiten, insbesondere am Kielschwein. Das Wrack wurde 1968 gehoben, konserviert und ist seit 1972 in Bangsbo (Frederikshavn) ausgestellt. Daneben ist auch das älteste erhaltene dänische Schiffsruder, das Voerså-Ruder, ausgestellt.

Russische Fregatte Shtandard in Kopenhagen

Die Traditionsschiffe Shtandart, Pilgrim und Marilyn Anne besuchten im Oktober 2017 für die Tordenskioldsdage, ein Festival zu Gedenken an den dänisch-norwegischen Marineoffizier Peter Wessel Tordenskiold, Kopenhagen.

Galeone El Galeon

Die El Galeon ist ein Nachbau einer spanischen Galeone aus dem 17. Jahrhundert. Diese Galeonen dienten als Handelschiffe, u.a. für die Routen nach Amerika und von Amerika zu den Philippinen. Die El Galeon wurde 2009-10 von der Punta Umbria-Werft in Huelva, Spanien für die Fundación Nao Victoria gebaut. Diese Stiftung besitzt auch einen Nachbau der Santa María von Kolumbus und der Victoria von Elcano von Magellans Expedition. Die El Galeon ist schon weit gereist, sie war im Atlantik, Pazifik, Indischen Ozean, Mittelmeer und Roten Meer.

Polarforschungsschiff Discovery in Dundee

Das Polarforschungsschiff Discovery wurde für die British National Antarctic Expedition 1900-01 gebaut und war der erste Neubau eines britischen Forschungsschiffs seit Halleys Paramore von 1694. Sie wurde speziell als Polarforschungsschiff entworfen. Man orientierte sich aber nicht an Nansens Fram, die als sehr geeignet galt, um Einfrieren überleben zu können. Stattdessen beruhte der Entwurf auf der Discovery von 1874, des ehemaligen Walfängers Bloodhound von 1873, die 1875-76 ein Teil der British Arctic Expedition unter George Nares war. Das Ziel war es ein Schiff zu konstruieren, welches sowohl im Eis überleben können sollte als auch geeignet für lange Seereisen war.