Lars Scharff
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Das Original
Das italienische Leichte Spähschiff (esploratori leggeri) Leone war das Typschiff einer Klasse von drei von 1921-24 gebauten Einheiten. Diese Schiffe waren als billigerer und schnellerer Ersatz für Kreuzer für die Aufklärung und als stärkste Einheiten der leichten Seestreitkräfte bei schnellen Vorstößen vorgesehen. Die Klasse war eine Weiterentwicklung der Carlo Mirabello-Klasse, fiel aber größer aus. Während des Ersten Weltkriegs war mit 15,2-cm-Geschützen auf Leichten Spähschiffen experimentiert worden, aber diese erwiesen sich als ungeeignet für die leichten Schiffe. Deshalb erhielt die Leone-Klasse neue 12-cm-Geschütze in vier Zwillingslafetten, womit sie längere Zeit zu den schwerst bewaffneten Schiffen ihrer Größe gehörte. Die Geschützbewaffnung war bei den Leichten Spähschiffen die Hauptbewaffnung, die Torpedorohre waren nur Sekundärbewaffnung. Eigentlich sollte mit dem Bau der Leone-Klasse schon 1917 begonnen werden, aber wegen Stahlmangel wurde der Bau verschoben und erst 1921 begonnen. Ursprünglich waren fünf Schiffe - Leone, Tigre, Pantera, Leopardo und Lince - geplant, aber die letzten beiden wurden schon 1921 wieder storniert.
Weiterlesen: Italienisches Leichtes Spähschiff Leone (1/700, Delphis und SSModel) von Lars Scharff
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Das Original
Die russische Korvette Merkurij (Меркурий) ist eines von zwölf seit 2001 gebauten Schiffen des Projekts 20380 (Stereguschtschi-Klasse). Diese Klasse gehört zu den wenigen, deren Entwicklung und Bau für die russischen Marine relativ (im Vergleich zu russischen Klassen, bei denen es noch schlechter lief) reibungslos lief - und deren Produktion nach Problemen mit dem Nachfolgetyp wieder aufgenommen wurde. Merkurij gehört zu diesem zweiten, verbesserten Los. Diese Korvetten sind Mehrzweckschiffe, die deshalb und wegen ihrer Größe auch als Fregatten bezeichnet werden. Sie dienen im Endeffekt auch als Ersatz für die Fregatten des Projekts 1135 (Krivak).
Weiterlesen: Russische Korvette Merkurij (1/700, Kaizo) von Lars Scharff
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21.11.1915 - 110 Jahre Untergang der Endurance (Imperial Trans-Antarctic Expedition)
Heute vor 110 Jahren, am 21. November 1915, sank das britische Polarforschungsschiff Endurance im Packeis der Weddelsee (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die Endurance war eines der beiden Schiffe der Imperial Trans-Antarctic Expedition unter Ernest Shackleton. Shackletons Ziel war es, die Antarktis zu durchqueren. Die Expeditionsgruppe sollte von der Endurance in der Weddellsee starten, den Südpol erreichen und dann weiter zur Rosssee reisen. Die zweite Gruppe, mit der Aurora, sollte Depots von der Rosssee aus anlegen, so dass die erste Gruppe Nachschub vorfinden würde. Die Endurance wurde aber vor dem Erreichen der geplanten Anlandungsstelle in der Vahlselbucht am 18. Januar 1915 im Packeis eingeschlossen und trieb mit diesem wieder nach Norden. Am 27. Oktober 1915 musste das Schiff aufgegeben werden und am 21. November sank es schließlich. Der Tagebuch Eintrag Shackletons hierzu war: "Um 5 Uhr nachmittags versank sie mit dem Bug: Das Heck, der Grund allen Übels, versank als Letztes. Ich kann darüber nicht mehr schreiben".
Weiterlesen: Britisches Polarforschungsschiff Endurance (1/700, DFNM) von Lars Scharff
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09.11.1870 - 155 Jahre Meteor vs. Bouvet
Heute vor 155 Jahren, am 9. November 1870, traf das norddeutsche Kanonenboot SMS Meteor bei Havanna auf den französischen Aviso Bouvet (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die Nachricht von dem am 19. Juli 1870 ausgebrochenen Deutsch-Französischen Krieg hatte die Karibik spät erreicht. Meteor hatte in diesem keine Aufgabe und auch keinen Stützpunkt. In Havanna, wo sie Kohlen aufnahm, traf sie auf dem französischen Aviso Bouvet. Beide Schiffe liefen wieder aus (mit einem Tag Abstand, das das neutrale Spanien, das damals Kuba beherrschte, den kriegsführenden Parteien aufzwang) und duellierten sich. Die größere Bouvet versuchte Meteor zu rammen, die aber ausweichen konnte. Allerdings beschädigte die Bouvet mit dem Kranbalken die Wanten der Meteor, so dass diese den Groß- und Besanmast verlor. Außerdem verlor sie an Backbord alle Beiboote, die Brücke wurde beschädigt und zwei der Geschütze wurden von den Pivotbolzen gehoben. Meteor traf mit dem verbliebenen Geschütz, dem 24-Pfünder, die Dampfzufuhr der Bouvet, so dass deren Maschine ausfiel. Bouvet zog sich darauf zurück - während Meteor bewegungslos zurück blieb, da sie die Reste der über Bord gegangenen Takelage erst aus der Schraube befreien musste. Auf der Meteor starben zwei Matrosen und einer wurde verwundet, auf der Bouvet wurden zehn verwundet. Das Gefecht war vollkommen bedeutungslos für den Kriegsverlauf. Es gibt aber einige Bilder davon, da es einer der wenigen Gefechte in einem Krieg war, in dem die Marinen sonst kaum eine Rolle spielten.
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Das britische Patrouillenschiff HMS Tyne (P281) ist das erste Schiff der 2002-21 gebauten River-Klasse. Für die Royal Navy wurden insgesamt neun Schiffe in drei Varianten gebaut, dazu kommen noch drei brasilianische Schiffe (Amazonas-Klasse) und zwei thailändische Schiffe (Krabi-Klasse). Von dem ersten Los (Batch 1) wurden 2001-03 drei Schiffe - Tyne, Severn und Mersey (P281 bis P283) - von VT Shipbuilding in Southampton gebaut. Diese Schiffe ersetzten die Island-Klasse. Die Hauptaufgaben sind Fischereischutz und Sicherung der britischen Hoheitsgewässer und der Ausschließlichen Wirtschaftszone.
Weiterlesen: Britisches Patrouillenschiff HMS Tyne (1/700, EVModel) von Lars Scharff
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Der südkoreanischen Zerstörer Sejong Daewang (세종대왕, DDG-991) ist das Typschiff des dritten Typs des Korean Destroyer eXperimental (KDX)-Programms - ein Programm als Teil der Bestrebungen eine hochseefähige Flotte aufzubauen. Die Klasse wird auch KDX-III bzw. heute KD-III genannt. Die Klasse wird in zwei Losen gebaut. Sejong Daewang gehört zum 2004-12 gebauten ersten Los. Die Sejong Daewang-Klasse wurde aus der Arleigh Burke-Klasse entwickelt und ist wie diese mit SPY-1D-Radar und dem AEGIS-System ausgerüstet. Sie sind allerdings größer und die westlichen Überwasserkampfschiffe mit der größten Zahl an Zellen in den Senkrechtstartern.
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Der japanische Zerstörer Asahi (あさひ, DD-119) ist das Typschiff einer Klasse ("25DD") von zwei 2015-19 gebauten Schiffen. Die Klasse ersetzte die letzten Zerstörer der Asagiri-Klasse in den Geleitflottillen, wodurch diese die letzten Zerstörer der Hatsuyuki-Klasse in den Distriktflottillen ersetzen konnten. Die Asahi-Klasse wurde aus der Akitsuki-Klasse entwickelt, ist aber nicht wie diese für die Flugabwehr sondern für U-Jagd gedacht.
Weiterlesen: Japanischer Zerstörer Asahi (1/700, Pit-Road) von Lars Scharff
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Der chinesische Lenkwaffenzerstörer Kunming (昆明, 172) ist das erste Schiff des Typs 052D. Der Typ 052D ist eine Weiterentwicklung des Typ 052C und ist wie dieser für die Flugabwehr ausgelegt. Während vom Typ 052C 2002-15 nur sechs Schiffe gebauten wurden, wird der Typ 052D seit 2012 in bisher vier Losen in Serie gebaut. Es sind 30 Schiffe in Dienst und weitere acht im Bau oder Erprobung.
Weiterlesen: Chinesischer Lenkwaffenzerstörer Kunming (1/700, Dream Models) von Lars Scharff
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21.07.1850 - 175 Jahre Hekla vs. Von der Tann
Heute vor 175 Jahren, am 21. Juli 1850, stellte die dänische Schaufelradkorvette Hekla das schleswig-holsteinische Kanonenboot Von der Tann (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Von der Tann war im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg aus Neustadt ausgebrochen, das von der dänischen Flotte blockiert wurde und konnte ein dänisches Handelsschiff erbeuten. Aber Hekla konnte eingreifen und das Schiff wieder befreien. Von der Tann versuchte im neutralen Lübeck Zuflucht zu suchen, was ihr aber verwehrt wurde, so dass Hekla erneut das schleswig-holsteinischen Kanonenboot stellen und in Brand schießen konnte. Dessen Besatzung setzte das Schiff bei Neustadt auf Strand. Auf dem Kanonenboot kam es zu einer schweren Explosion. Die dänische Marine konnte das Schiff trotzdem bergen und nach dem Krieg als Støren in Dienst stellen. Während des Gefechts starben vier Mann der Hekla. Das Gefecht bei Neustadt war ein Beispiel dafür, dass es der dänischen Marine im Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieg mit Schiffen wie der Hekla weitgehend gelang, die deutschen Küsten zu blockieren.
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Das griechische U-Boot Papanikolis (Παπανικολής, S-120) ist das Typschiff einer Klasse von vier 2001-16 gebauten Einheiten, eine Variante der Klasse 214. Diese Klasse wurden für den Export als Nachfolger der Klasse 209 entworfen und verwendet auch einige Technologien der kleineren Klasse 212A, die für die deutsche und italienische Marine gebaut wurde. Dazu gehören Brennstoffzellen als außenluftunabhängiges Antriebssystem. Von der Klasse 214 wurden bisher vier U-Boote für die griechische Marine, zwei für die portugiesische Marine und neun für die südkoreanische Marine gebaut. Weitere sechs werden für die türkische Marine gebaut.
Weiterlesen: Griechisches U-Boot Papanikolis (1/700, Hellenic Ship Model) von Lars Scharff









