31.01.1991 - 25 Jahre Zweiter Golfkrieg (Desert Storm)

 

Heute vor 25 Jahren, am 31. Januar 1991, beendete die italienische Fregatte MMI Libeccio ihren viermonatigen Einsatz im Persischen Golf (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die Libeccio war ab dem 2. September 1990 Teil der Operazione Golfo 2. Sie diente erst dazu das Embargo gegen den Irak nach dessen Besetzung Kuwaits durchzusetzen. Auch nach Beginn des Zweiten Golfkriegs blockierte sie den Seeverkehr des Iraks - einem Einsatz, an dem damals 13 Marinen beteiligt waren. Die italienische Marine setzte im Golf im Rahmen von Operazione Golfo 2 neben der Libeccio den Lenkwaffenzerstörer Audace, die Fregatten Orsa, Zeffiro, Lupo und Sagittario, das Landungsschiff San Marco und die Versorger Stromboli und Vesuvio ein.

 

17.01.1991 - 25 Jahre Zweiter Golfkrieg (Desert Storm)

 

Vor 25 Jahren war eine von der USS America geleitete Trägerkampfgruppe an den ersten Angriffen auf den Irak im Zweiten Golfkrieg beteiligt (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Der im Roten Meer agierende Träger wurde von den Lenkwaffenkreuzern Virginia und Normandy, der Lenkwaffenfregatte Halyburton, den Versorgern Nitro und Kalamazoo und zwei alten Lenkwaffenzerstörern, den Schwesterschiffen William V. Pratt und Preble begeleitet.

 

21.11.1915 - 100 Jahre Imperial Trans-Antarctic Expedition

 

Heute vor 100 Jahren, am 21. November 1915, sank die Endurance, Ernest Shackletons Schiff in der Weddelsee (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Ernest Shackleton plante 1914 eine Expedition, die über den Südpol die Antarktis vom Weddellmeer zum Rossmeer durchqueren sollte. Der Plan bestand darin, dass die Endurance den Teil der Expedition, die die Antarktis durchqueren sollte, im Weddellmeer anlanden sollte. Die zweite Gruppe sollte mit der Aurora auf der anderen Seite im Rossmeer anlanden, um für die erste Gruppe auf dem letzten Teil der Strecke Depots mit Nahrungsmitteln und Brennstoff anzulegen. Die Endurance lief kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 8. August 1914 aus Plymouth aus und erreichte im Dezember 1914 antarktische Gewässer. Bei dem Versuch möglichst weit südlich vorzustossen, fror die Endurance am 18. Januar 1915 ein und trieb mit dem Packeis wieder nordwärts. Elf Monate später wurde das Schiff durch das Packeis zerstört und sank. Trotzdem gelang es Shackleton die Mitglieder dieses Teils der Expedition zu retten, in dem er mit ihnen mit Schlitten und Booten Elephant Island erreichte und von dort mit einer kleinen Gruppe in einem kleinen Beiboot nach Südgeorgien segelte, um Hilfe zu holen. Erst am 30. August 1916 gelang es Shackleton die restlichen Expeditionsmitglieder auf Elephant Island zu retten. Die Mitglieder der Rossmeer-Gruppe konnte er sogar erst am 10. Januar 1917 evakuieren. Nach Ernest Shackleton ist u.a. das Vermessungsschiff HMS Shackleton der britischen Marine von 1936 (der ehemalige Minensuche Sharpshooter) sowie das Polarforschungsschiff RRS Shackleton (ex Arendal) von 1955 und RRS Ernest Shackleton (ex Polar Queen) von 1995 benannt. Letztere ist immer noch für den British Antarctic Survey im Einsatz.

 

09.11.1975 - 40 Jahre Meuterei auf der Storoschewoi

 

Heute vor 40 Jahren, am 09. November 1975, fand eine Meuterei auf der russischen (sowjetischen) Fregatte Storoschewoi statt (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Diese Meuterei fand mittem im Kalten Krieg statt und die genauen Umstände blieben lange unklar. Im Westen ging man damals davon aus, dass die Besatzung nach Schweden fliehen wollte. Diese Version nahm sich Tom Clancy als Vorlage für sein auch verfilmtes Buch Jagd auf Roter Oktober. Tatsächlich hatte die von dem Politoffizier (!) Waleri Sablin geführte Meuterei eine neue Revolution gegen die stalinistischen Machthaber als Ziel. Dieses Vorhaben scheiterte. Die Meuterer mussten sich nach Angriffen der russischen Luftwaffe den verfolgenden Kriegsschiffen ergeben.

Das Original

Der russische Forschungseisbrecher Georgi Sedow (Георгий Седов, Georgij Sedov) gehörte zu der Eisbrecherklasse, von der die meisten Schiffe gebaut wurden: dem Projekt 97, der Dobryna Nikitich-Klasse. Die Klasse war als Hafeneisbrecher vorgesehen, aber es wurden auch Varianten für die Forschung und die Küstenwache gebaut.

 

12.10.1940 - 75 Jahre Schlacht bei Kap Passero

 

Heute vor 75 Jahren, am 12. Oktober 1940 kurz nach Mitternacht, trafen vier italienische Zerstörer und drei Torpedoboote bei Kap Passero an der Südostspitze Siziliens auf den britischen Leichten Kreuzer Ajax (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die drei Torpedoboote Airone, Alcione und Ariel (alle Spica-Klasse) unter dem Kommando von Alberto Banfi überraschten die Ajax (Leander-Klasse) mit einem Torpedoangriff, aber alle Torpedos verfehlten den Kreuzer. Mit ihren 10 cm-Geschützen trafen die Torpedoboote die Brücke sowie verursachten einen Brand im Rumpf. Die Ajax schlug allerdings sehr effektiv zurück und versenkte Ariel und Arione mit Geschützfeuer. Darauf griffen die vier Zerstörer Artigliere, Geniere, Camicia Nera und Aviere (alle Soldati-Klasse) des 11. Zerstörergeschwaders an, versäumten aber ihren Angriff zu koordinieren. Die Aviere wurde von der Ajax beschädigt und musste sich zurück ziehen. Nur Artigliere gelang es mit ihren 12 cm-Geschützen einige Treffer auf der Ajax zu erzielen, bevor sie von dieser zu einem brennenden Wrack zusammen geschossen wurde. Die beschädigte Ajax zog sich darauf zurück, worauf die Camicia Nera versuchte die Artigliere abzuschleppen. Am nächsten Morgen wurden sie aber von dem britischen Schweren Kreuzer York sowie den Leichten Kreuzern Gloucester und Liverpool entdeckt. Die Camicia Nera konnte entkommen, aber die fahrunfähige Artigliere wurde von der York versenkt. Der Befehlshaber des 11. Zerstörergeschwaders und Kapitän der Artigliere war Carlo Margottini. Er starb auf der Brücke durch das Feuer der Ajax. Nach ihm wurde eine 1957-62 gebaute Fregatte der Bergamini-Klasse sowie eine neue 2010-14 gebaute Fregatte der FREMM-Klasse benannt.

Das Original

Die RSS Tenacious (F71) ist eine von sechs Fregatte der Formidable-Klasse der Marine Singapurs. Die Formidable-Klasse ist nach der taiwanesischen Kang Ding- und der saudi-arabischen Al-Riyadh-Klasse die vierte Variante der französischen La Fayette-Klasse. Sie wird auch als Projekt Delta bezeichnet. Die Klasse ist als Mehrzweckfregatte ausgelegt, fällt etwas kleiner als die La Fayette-Klasse aus und wurde stark in Bezug auf eine kleine Besatzungsstärke optimiert.

Ellet, Northampton und Vincennes

Das Original

Der amerikanische Zerstörer USS Ellet (DD-398) der Benham-Klasse gehörte zu den 1500 Tonnen-Zerstörern, die gebaut wurden, um die aus dem Ersten Weltkrieg geerbten Zerstörer – die Glattdecker der Caldwell-, Wickes- und Clemson-Klasse - zu ersetzen.

 

02.07.1915 - 100 Jahre Gotland-Raid

 

Heute vor 100 Jahren, am 2. Juli 1915, wurde der deutsche Minenkreuzer SMS Albatross von einem russischen Geschwader so schwer beschädigt, dass er sich auf den Strand der schwedischen Insel Gotland setzten musste (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Sowohl die deutsche als auch die russische Marine setzte im Ersten Weltkrieg in der Ostsee massiv Minen ein. Nach einem solchen Minenunternehmen wurde die Albatross und ihr Geleit von den russischen Kreuzern Admiral Makarov, Bayan, Oleg und Bogatyr abgefangen. Wegen ihrer geringen Geschwindigkeit wurde Albatross von dem deutschen Verband aufgegeben und darauf von den russischen Schiffen auf Strand gejagt. 28 Mann der Albatross starben durch den russischen Beschuss.

 

23.05.1940 - 75 Jahre Schlacht um Frankreich

 

Heute vor 75 Jahren, am 23. Mai 1940, wurde der französische Großzerstörer Jaguar vor Dunkerque (Dünkirchen) versenkt (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Nach dem deutschen Überfall auf Polen hatten Frankreich und Großbritannien zwar Deutschland den Krieg erklärt, aber an der Front zwischen Frankreich und Deutschland blieb es danach ruhig, weshalb diese Phase als Sitzkrieg, Drôle de Guerre oder Phoney War bezeichnet wird. Auf See sah die Situation wegen der deutschen Angriffe auf alliierte Handelsschiffe anders aus. Nach dem Überfall auf Dänemark und Norwegen begannen die deutschen Truppen aber am 10. Mai 1940 den Angriff auf Frankreich sowie die neutralen Niederlande, Belgien und Luxemburg (Fall Gelb). Dieser Feldzug wurde durch die Land- und Luftstreitkräfte entschieden, aber die französische Marine erlitt im Kanal beim Versuch den deutschen Vormarsch aufzuhalten durch Angriffe der deutschen Luftwaffe und deutscher Schnellboote, aber auch Minen, schwere Verluste. Neben dem Großzerstörer Jaguar wurden ihr Schwesterschiff Chacal und fünf französische Zerstörer versenkt. Auch sieben britische Zerstörer sowie diverse kleinere Kriegs- und viele Handelsschiffe wurden bei den Kämpfen an der Kanalküste versenkt.