Moskwa

Das Original

Die Slava-Klasse, die von der NATO ursprünglich als Krasina-Klasse bezeichnet wurde und in Russland als Projekt 1164 Atlant-Klasse bezeichnet wird, war im Gegensatz zu den beiden Vorgängerklassen (Kresta II, Kara) nicht als Große Ujagdschiffe konzipiert, sondern als Raketenkreuzer zur Bekämpfung von Überwasserschiffen, die gegen US-amerikanische Trägerkampfgruppen vorgehen sollten.

Kang Ding

Das Original

Die taiwanesische Kang Ding-Klasse wurde aus den französischen Fregatten der La Fayette-Klasse entwickelt. Letztere wurde entworfen, um einerseits unabhängig, z.B. zum Schutz der französischen Überseeterritorien, andererseits aber auch als Teil von Trägerkampfgruppen operieren zu können. Der Schwerpunkt ist die Antischiffsbekämpfung, die Flugabwehr ist auf eine Nahbereichsabwehr beschränkt und auf eine U-Jagd-Ausrüstung wurde ganz verzichtet. Die Besonderheit der Klasse ist, dass bei ihr zum ersten Mal konsequent bei einem Kriegsschiff Maßnahmen zur Verringerung der Radar- und Infrarotsignatur angewendet wurden, weshalb sie stealth-Fregatten genannt werden. Für die französische Marine wurden fünf Schiffe gebaut, der Entwurf war aber auch für den Export vorgesehen. Bis heute wurden sechs Schiffe für Taiwan (Kang Ding-Klasse), drei vergrößerte für Saudi-Arabien (Al-Riyadh-Klasse) und sechs verkleinerte für Singapur (Formidable-Klasse) gebaut.

Soya

Das Original

Die Soya, die als Antarktisforschungsschiff bekannt wurde, war ursprünglich als eisgängiger Frachter Volochaevets für die UdSSR bei der Matsuo-Werft (später Kawaminami-Werft) in Nagasaki Japan 1936 bestellt worden.

Wilson, hinten Vincennes

Das Original

Aus dem Ersten Weltkrieg erbte die US-Marine einen Überschuss an Zerstörern – die Glattdecker der Caldwell-, Wickes- und Clemson-Klasse. Erst 1932 wurde wieder eine neue Klasse begonnen.

Die neuen Schiffe erhielten eine erhöhte Back und 12,7 cm-Geschütze, die wie die Feuerleitung für Seezielbekämpfung und Flugabwehr geeignet waren. Nach der Farragut- und Mahan-Klasse wurde eine Serie von drei sehr ähnlichen Klassen gebaut: die Gridley-, Bagley- und Benham-Klasse. Diese Schiffe unterschieden sich von den Vorgängern dadurch, dass sie ein 12,7 cm-Geschütz weniger erhielten, dafür aber ein Vierfachtorpedorohr mehr. Die Anzahl der Schornsteine wurde auf einen reduziert. An den Schornsteinen lassen sich die drei Klassen auch unterschieden. Bei der Benham-Klasse fielen die Rauchabzugskanäle deutlich weniger auffällig als bei der sonst ähnlichen Bagley-Klasse aus, da man mit einem Kessel weniger auskam. Insgesamt wurden von der Benham-Klasse zehn Schiffe gebaut (DD 397-399 sowie DD 402-408), eines davon, USS Wilson (DD 408) ist das Thema dieses Artikels.

Das Original

Die USS Vincennes war das letzte Schiff der Schweren Kreuzer der New Orleans-Klasse. Diese Klasse beruhte auf der Erkenntnis der US-Marine Ende der 20er Jahre, dass die Feuerleitung sich so verbessert hatte, dass Kreuzergefechte auf Entfernungen ausgeführt werden konnten, die eine Panzerung gegen 20,3 cm möglich erscheinen ließen. Zuvor war man von sehr kurzen Entfernungen ausgegangen, für die es keine wirksame Panzerung geben konnte. Die Konsequenz waren die Schweren Kreuzer der New Orleans-Klasse, die u.a. in Bezug auf die Panzerung eine vollkommene Abkehr von den vorausgegangenen Pensacola-, Northampton- und Portland-Klasse waren. U.a. erhielten die Geschütztürme eine richtige Panzerung und der Schutz der Maschine und der Magazine gegen Geschütztreffer wurde deutlich verbessert. Allerdings wurde hierfür die Aufteilung der Maschine in zwei getrennte Einheiten – ein Schutz gegen Ausfall der Maschine durch Torpedotreffer – aufgegeben, um den Bereich, der gepanzert werden muss, zu kürzen. Im Gegensatz zu den Vorgänger-Klassen gab es Probleme, die Verdrängung innerhalb der Grenzen des Washingtoner-Vertrags zu halten. Gewichtseinsparungen wurden z.B. durch den Verzicht auf Dreibeinmasten und Torpedorohre erzielt. Auch die Reichweite und die Seetüchtigkeit wurden zugunsten der verstärkten Panzerung reduziert.

Das Original

Die Arthur W. Radford war ein Zerstörer der Spruance-Klasse. 31 Schiffe dieser Klasse wurden zwischen 1970 und 1983 in Serie gebaut, um die umgebauten Zerstörer der Allen M. Sumner- und Gearing-Klasse aus dem Zweiten Weltkrieg zu ersetzen. Sie fielen für ihre Bewaffnung sehr groß aus, weshalb der Entwurf anfänglich als unterbewaffnet kritisiert wurde. Die Spruance-Klasse war als U-Jagdschiffe ausgelegt und hatte deshalb nur eine Nahbereichs-Flugabwehr. Später erhielten die meisten Schiffe mit Tomahawk auch eine sehr starke Bewaffnung gegen Landziele, ihre Flugabwehr blieb allerdings beschränkt. Wegen ihrer eingeschränkten Vielseitigkeit und ihrer großen Besatzung im Vergleich zu den neuen Zerstörern der Arleigh Burke-Klasse wurden alle Schiffe bis 2005 vorzeitig außer Dienst gestellt.

alt

Das Original

USS Chicago war einer der Schweren Kreuzer der Northampton-Klasse. Dies war die zweite Klasse von Schweren Kreuzer der US-Marine, die unter den Bedingungen des Washingtoner-Flottervertrages gebaut wurden. Noch während des Baus der vorangegangenen Pensacola-Klasse erkannte man, dass deren Seetüchtigkeit und Flugzeugeinrichtungen verbesserungswürdig waren und die Schiffe beengt ausfielen. Statt des Glattdecks, erhielt die Northampton-Klasse ein zusätzliches Backdeck, um die Seetüchtigkeit zu verbessern. Für die Flugzeuge wurden mittschiffs zwei Hangars eingebaut. Der Antrieb wurde in zwei unabhängig operierende Einheiten aufgeteilt, um so bessere Überlebensmöglichkeiten im Falle eines Torpedotreffers zu haben. Der dafür notwendige Raumgewinn wurde durch eine leichte Verlängerung des Rumpfs und die Konzentration der 20,3 cm-Geschütze in drei Drillingstürmen (statt der zwei Zwillings- und zwei Drillingstürmen) ermöglicht. Die Panzerung wurde gegenüber der Vorgänger-Klasse zwar verbessert, blieb aber schwach.

Das Original

Die Zumwald-Klasse soll die Spruance- und Oliver Hazard Perry-Klasse ersetzen.

Takanami

Das Original

Die Takanami ist das Typschiff einer Klasse japanischer Zerstörer, die aus fünf Schiffen besteht. Ursprünglich sollten diese Schiffe der Murasame-Klasse angehören, von der ursprünglich 14 Schiffe gebaut werden sollten, um die älteren Zerstörer aus den 60er und 70er Jahren zu ersetzen. Die Murasame-Klasse ist deutlich größer als die Vorgänger-Klasse, die Asagari-Klasse, obwohl sie eine ähnliche Bewaffnung mitführt. Im Gegensatz zu Asagari-Klasse wurden für die Raketen Senkrechtstarter eingeführt und auf hohe Automatisierung und damit geringe Besatzungsstärke Wert gelegt. Dazu kamen bereits einzelne Stealth-Elemente. Hauptaufgabe der Schiffe ist die U-Jagd und Geleitschutz. Interessant ist, dass diese Schiffe einen S-förmigen Decksprung aufweisen – wie japanischen Schiffe 80 Jahre früher auch schon.

Das Original

Die Atago ist das Typschiff der neuesten japanischen Klasse von Lenkwaffenzerstörern. Sie und ihr Schwesterschiff Ashigara sollen die beiden Schiffe der Tachikaze-Klasse ersetzen.

Die Atago-Klasse stellt eine Weiterentwicklung der Kongo-Klasse dar, die wiederum auf der Basis der US-amerikanischen Arleigh Burke-Klasse entwickelt wurden. Die japanischen Schiffe fallen größer und höher als die Arleigh Burke-Klasse aus, die Brücke ist z.B. zwei Decks höher als bei der letzten Version der Arleigh Burke-Klasse. Zusammen mit dem S-förmigen Deckssprung wirken die hohen Aufbauten wie eine Hommage an den Namensvorläufer, den Schweren Kreuzer der Takao-Klasse.